Wussest du, dass...

Die Vorfahren der Igel lebten bereits vor über 65 Millionen Jahren auf unserer Erde, also schon bevor die Dinosaurier ausstarben. Sie gehören damit zu den ältesten noch lebenden Säugetieren der Welt.

Insgesamt 24 Igelarten gibt es weltweit. Der typischste Vertreter bei uns ist der Braunbrustigel, auch Westigel oder westeuropäischer Igel genannt. In ganz wenigen Randgebieten Ostdeutschlands findet man auch den Weißbrustigel.

 

Der Braunbrustigel bewohnt lichte Laub- und Mischwälder, Waldränder, Feldflure mit Hecken und Gebüsch, aber auch naturnahe Gärten und Parkanlagen. Natürliche Feinde sind Uhu, Steinadler, Marder, Fuchs und Dachs. Diese haben aber selten eine Chance, da sich Igel bei Gefahr mit Hilfe ihrer Muskeln blitzschnell zu einer Kugel zusammenrollen und gleichzeitig ihre 6000-8000 Stacheln aufstellen. Die größte Bedrohung für den Igel ist allerdings der Mensch (siehe hierzu auch unseren Beitrag „Was könnt ihr tun“).

 

Unsere heimischen Igel sind nachtaktive Tiere, die erst in der Dämmerung auf Nahrungssuche gehen. Den Tag verschlafen sie allein im selbstgebauten Nest in Laub-/ Reisighaufen oder unter Sträuchern, da sie Einzelgänger sind. Nur zur Paarungszeit suchen sie den Kontakt zu Artgenossen. Auf dem Speiseplan des zu den Insektenfressern gehörenden Igels stehen Käfer, Ohrwürmer, Asseln, Hundert- und Tausendfüßer, Spinnen, Regenwürmer, Schnecken, aber auch Vogeleier, kleine Wirbeltiere, selten Fallobst, Pilze und Beeren.

 

Igelbabys, meist 2-7 pro Wurf, kommen  in den Monaten Juni bis August auf die Welt, vereinzelt auch im September. Bei der Geburt sind sie ca. 5 cm lang, 15-25 g schwer und tragen etwa 100 weiße Stacheln, die noch in der Rückenhaut eingebettet sind.

Igelbabys gehören in die Gruppe der Nesthocker, d.h. Augen und Ohren sind geschlossen, Fell und Zähne fehlen. Die Jungen werden bis zur 6. Woche gesäugt, gehen aber schon ab der 4. Woche mit der Mutter auf Nahrungssuche.

 

Erwachsene Igel werden 22-30 cm lang und wiegen zwischen 700 und 1500g. Sie können bis zu 8 Jahre alt werden, allerdings erreichen sie in freier Wildbahn meist nur ein Alter von

 2-4 Jahren.

 

Unsere einheimischen Igel halten Winterschlaf. Dazu suchen sie meist Ende November, wenn die Bodentemperatur durchgängig um die 0 °C ist, ihr Winterquartier, z.B. in Laub- und Reisighaufen oder Holzstapeln, auf. Ihre Körpertemperatur sinkt dabei auf ca. 5°C, sie atmen nur noch etwa 5mal pro Minute und der Herzschlag verlangsamt sich deutlich (5-9 pro Minute). So verbrauchen sie weniger Energie. Dennoch verlieren Igel während des Winterschlafes 20-40% ihres Körpergewichts. Insbesondere Jungtiere sind deshalb auch vermehrt im Herbst tagsüber aktiv, um sich die nötigen Fettreserven, die als Kälteschutz und Nahrungsvorrat dienen, anzufressen. Bringen Jungigel Mitte November weniger als 500g auf die Waage, gelten sie als hilfsbedüftig. In diesem Falle sollte eine Igelstation in ihrer Nähe kontaktiert werden.

 

 

 

 

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