Vom 20.10 - 26.10.2025 waren Andi und Flori + je 1700km Hin- UND Rückfahrt in Rumänien und haben das ARA Shelter besucht.
Tag 1 - 20.10.2025
Gegen 10.30Uhr Ortszeit erreichten beiden unser ARA Shelter in Tancabesti.
Nach einem kurzen frisch machen, zogen beide trotz der schlaflosen Nacht los zu Mariana, Doru und den Seelchen des
Shelters.
Hier angekommen machten sie sich daran das Auto von den Spenden zu befreien. In diesem Zusammenhang danken wir euch nochmals
ausdrücklich für eure so wichtige Unterstützung.
Kurz darauf traf schon die erste Ladung mit Kies vor dem Tierheim ein, die Männer ärgerte es etwas, da dieses nun vor dem
Shelter statt darin liegt und somit einiges an zusätzlicher Zeit fordern wird.
Nach einer kurzen Stipvisite und dem begrüßen der Hunde, machte sich Mariana, Flori & Andy auf dem Weg um einen Hund im
eine Stunde entfernten Bragadiru abzuholen.
Auf dem Weg konnten sie näher in den Austausch zu den nächsten Tagen kommen.
Wir sind selber gespannt, was das kleine Team vor Ort wieder schaffen wird und drücken für alle Vorhaben fest die
Daumen.
Tag 2 - 21.10.2025
Nach dem wichtigen aufgeholten Schlaf, startete der Tag für unsere Männer.
Der Weg führte die beiden in den Baumarkt wo sie Material für die ersten Projekte besorgten.
Da ein starker Storm vor wenigen Wochen das Dach aus Planen zerstörte, dies jedoch neben dem wichtigen Lager für Futter
ebenso ein Schutzraum für einige Hunde des Shelters ist, nahmen sich Flori & Andy diesem Projekt heute als erstes an.
Sie bauten ein stabilere Dachkonstrukt um dort Morgen die Dachbleche zu verteilen. Außerdem wünschte sich Mariana, dass
zeitlich einige Planen zum Schutz aufgehangen werden, um alle als auch alles besser vor den Witterungen zu schützen.
Leider ging es Mariana heute sehr schlecht, sie musste mit Schüttelfrost und Schmerzen das Bett bestmöglich
hüten.
Umso schöner, dass ihr diese Hilfe gerade jetzt zum Teil wird.
Sendet ihr bitte fleißig Genesungswünsche.
Tag 3 - 22.10.2025
Schippen, Schrauben & ganz viel Liebe
Heute im Shelter angekommen, gab’s gleich eine freudige Nachricht: Mariana ist zwar noch nicht ganz
fit, aber ihr geht es deutlich besser als gestern!
Zur Begrüßung gab’s sogar wieder unseren türkischen „Guten-Morgen-Kaffee“ – Tradition muss
sein!
Gleich am Vormittag kam unser kleiner, alter Hund vom Tierarzt zurück.
Er war die letzten Tage in der Tierklinik, weil er an Babesiose erkrankt war – eine schwere
Zeckenkrankheit.
Zum Glück hat er die Behandlung gut überstanden und darf nun wieder zurück ins Shelter zu seinen
Freunden.
Dann ging’s auch schon los:
Zuerst haben wir begonnen, einen Teil der rund 20 Tonnen Betonkies zu schippen, der leider vor dem
Shelter abgeladen wurde. Also hieß es: Schubkarre für Schubkarre reinfahren – und das bei rund 250 Hunden, wo ständig Tore auf- und zugemacht werden müssen, ohne dass jemand entwischen
darf.
Aber mittlerweile läuft das richtig gut – Routine hilft!
Da die Regenzeit bevorsteht, wollen wir das Grundstück etwas erhöhen, damit die Hunde später nicht im
Wasser stehen.
Nach gut zwei Stunden Schipperei legten wir eine Pause vom Kies ein und widmeten uns wieder unseren
Dacharbeiten.
Mit Erfolg!
Heute konnten wir ganze 36 m² Dachfläche fertigstellen – das Welpengehege hat nun endlich ausreichend
Schutz vor Wind und Wetter.
Danach hieß es noch einmal eine Stunde Schippen, denn das Ziel steht fest: Der Kieshaufen soll bis Ende
der Woche verschwunden sein!
Kurz bevor wir Feierabend machen wollten, rief uns Mariana mit einem Lächeln:
„Essen ist fertig!“
So eine liebe Frau – trotz Krankheit noch für uns gesorgt.
Nach dem Essen nutzten wir den Abend, um das Aufmaß für unser morgiges Projekt zu nehmen und schon
einen Teil der Materialien im Baumarkt zu besorgen. Dann war wirklich Feierabend für heute.
Zum Glück blieb heute auch ein bisschen Zeit für das Schönste überhaupt: Kuscheleinheiten!
Natürlich immer verbunden mit Beobachten, Kennenlernen und Einschätzen – und ja, auch mit ganz vielen
Fotos!
Tag 4 - 23.10.2025
Zwei Männer, ein Ziel & jede Menge Kies
Und wieder geht ein erfolgreicher Tag zu Ende!
Bevor wir heute zu Mariana Lepadatu gefahren sind, haben wir noch schnell die fehlenden Materialien für
unser neues Projekt besorgt.
Im Shelter angekommen, ging es dann auch gleich zielstrebig los: Zuerst hat einer von uns fleißig
geschippt, während der andere die Füße bzw. Hülsen für die neue Überdachung auf der bestehenden Betonfläche gesetzt und verschraubt hat.
Anschließend haben wir gemeinsam die Balken ausgerichtet – natürlich mit Wasserwaage und Maßband, damit
alles schön im Lot ist.
Danach ging’s ans Dach: Einer hat die Dachplatten montiert, während der andere weiter tapfer am
Kieshaufen gearbeitet hat.
So konnten wir am Ende des Tages wieder zwei Zwinger überdachen – insgesamt 40 m²!
Parallel hat der Kieshaufen ordentlich an Größe verloren – es geht voran!
Und als Belohnung gab’s zum Feierabend wieder ein leckeres Essen von Mariana.
Das war nicht nur super lecker, sondern hat uns auch eine Menge Zeit gespart – schließlich handelt es
sich hier ja um zwei hilflose Männer.
Tag 5 - 24.10.2026
Tierarzt, Teamwork & eine kleine Kies-Überraschung
Heute hieß es: früh aufstehen! Denn heute war
Tierarzt-Tag.
Also machten wir uns mit zwei stark abgemagerten Hunden auf den Weg in die Praxis.
Zum Glück verliefen alle Schnelltests negativ, und auch die Blutwerte waren soweit in Ordnung – nur bei
einem Hund war der Zuckerwert etwas erhöht. Der Tierarzt hat beiden trotzdem ein Medikament verabreicht, und nun heißt es abwarten, wie sich ihr Zustand weiterentwickelt.
Mit an Bord war außerdem ein dritter Hund, der leider eine Auseinandersetzung mit einem anderen hatte
und dabei eine tiefe Verletzung am Ohr erlitt.
Der Tierarzt hat die Wunde unter Narkose gereinigt und genäht – jetzt kann sie in Ruhe heilen, und bald
geht’s ihm sicher wieder besser.
Da die Transportbox nun voll war, wir aber noch Sorgen um einen vierten Hund hatten, brachten wir die
drei Patienten zurück zu Mariana und fuhren ein zweites Mal los – diesmal mit Nae, der immer wieder rötlichen Urin ließ.
Der Verdacht lag auf den Nieren, doch zum Glück konnte uns der Tierarzt beruhigen: es ist „nur“ eine
Blasenentzündung.
Damit war der halbe Tag auch schon rum, und unser Bauplan geriet etwas ins Hintertreffen – aber ganz
klar: die Gesundheit und das Wohl der Tiere gehen immer vor!
Zurück im Shelter packten wir trotzdem noch an:
Wir reparierten ein beschädigtes Zwingerdach und kürzten ein weiteres, damit der LKW, der monatlich das
Futter bringt, künftig problemlos ins Shelter fahren kann.
Und dann? Natürlich wieder: Schippen, schippen, schippen!
Unser Ziel bleibt – der Kieshaufen muss weg!
Schubkarre für Schubkarre kämpften wir uns voran.
Zum Feierabend gab’s – wie so oft – ein leckeres Abendessen von Mariana Lepadatu .
Wie eine liebe Mutti kümmert sie sich um uns, und wir sind jedes Mal dankbar dafür.
Doch kaum saßen wir beim Essen, rollte plötzlich ein LKW aufs Gelände.
Und ratet mal, was er gebracht hat…
Natürlich – noch mehr Kies!
Na, da freuen wir uns ja schon riesig auf morgen!
Tag 6 - 25.10.2025
Schippen bis zum Schluss & ein schwerer Abschied
Unser letzter Tag in Rumänien!
Egal was kommt – wir fahren erst, wenn alle Arbeiten erledigt sind.
Also hieß es im Shelter angekommen: direkt loslegen!
Zuerst wieder schippen – diesmal nicht nur ein Haufen, sondern gleich zwei!
Das neue Ziel: Beide Haufen müssen weg!
Doch damit nicht genug – Mariana Lepadatu hatte noch einen zusätzlichen Wunsch.
Im hinteren Bereich des Shelters hatten die Hunde einige tiefe Löcher gebuddelt, teils knietief!
Gerade im Winter, wenn alles nass und matschig ist, kann man sie kaum erkennen – also fuhren wir kurzerhand 25 Schubkarren
Kies, rund 150 Meter übers Feld, um die schlimmsten Stellen aufzufüllen.
Was tut man nicht alles für die Fellnasen!
Nach einem halben Tag Schipperei widmete sich Flori der Terrassenverkleidung, damit es im Haus schön warm bleibt, während
Andy die Schäden am Terrassendach reparierte, damit es dort nicht mehr hineinregnet.
Kaum waren diese Arbeiten abgeschlossen, verabredeten sich die beiden wieder zum … genau: Schippen!
Bis zur Dämmerung hieß es dann: schippen, schippen und noch mehr schippen –
aber am Ende war’s geschafft: Beide Kieshaufen sind weg!
Da wir anschließend noch kurz zur Unterkunft und einkaufen mussten – und noch Geld zur Verfügung war – nutzten wir die
Gelegenheit und luden das Auto bis obenhin voll mit Hundefutter, Katzenfutter, Katzenstreu und Chlorix.
Alles wurde natürlich direkt ins Shelter gebracht, bevor es dann hieß: Abschied nehmen.
Der schwerste Moment von allen …
Aber wir gehen mit einem guten Gefühl – wir haben viel geschafft, unser Bestes gegeben, unzählige Hunde mit Liebe versorgt