Nona

Ich war so aufgeregt!!! Ich sah mir das Video auf Youtube, wo Nona drauf zu sehen war, jeden Tag mehrmals an… sie ist schwanzwedelnd und kontaktfreudig durch den Zwinger gelaufen und fraß Menschen aus der Hand. Ich hatte genau ein Bild vor Augen, wie sie sein würde…

Bei der Vorkontrolle bei mir zu Hause wurden mir viele Eventualitäten aufgezeigt, wie anders Nona hier sein könnte… was es bereits für Fälle und Vorkommnisse gab. Das Gespräch war wirklich sehr hilfreich, nur konnte ich mir trotzdem nicht vorstellen, dass Nona so viel anders sein würde, als auf dem Video.

Nach positiver Vorkontrolle musste ich, berufsbedingt noch einige Zeit warten, bis ich Nona endlich in meine Arme schließen konnte. Wochen vergingen…

Das Ankunftsdatum stand fest. Ich erhielt mitten in der Nacht einen Anruf, dass ich Nona am vereinbarten Treffpunkt abholen kann. 

Nona kam in einem weißen Transporter an. Ich konnte es kaum glauben... endlich war es so weit ! Andere Adoptanten warteten mit mir und empfingen ebenfalls ihre Hundeseelen. Nona war viel kleiner als gedacht. Ein kleines Häufchen Elend. Völlig geschafft von ihrer langen Reise. Ich habe mich so erschrocken, dass ich weinen musste. Ich brachte das neu gekaufte Halsband und das Geschirr zum Transporter, jedoch passte es ihr nicht, zum Glück hatte sie noch ein Halsband um. Ich trug sie ins Auto. Sie zitterte am ganzen Leib. Lag zusammen gekauert auf der Rückbank. Ich redete auf sie ein, versuchte sie zu beruhigen; Leckerlis nahm sie nicht ab. Zu Hause angekommen verkroch sie sich in die hinterste Ecke. Sie aß und trank nichts. Am Folgetag verkroch sie sich in mein Schuhregal und kam da für 6h nicht mehr raus. Ich zerrte auch nicht an ihr, ich ließ sie in Ruhe. Am Abend dann trug ich das Regal in die Küche und hab mich auf den Boden gelegt, Stunden gewartet und mit ihr geredet. Irgendwann kam sie ganz zaghaft auf mich zu und legte sich neben mich. Der erste Schritt in die richtige Richtung!

In der ersten Woche stellte sich für mich heraus, dass Nona durch und durch ein richtiger Angsthund war. Sie zeigt Angstzeichen gegenüber: Autos, Jogger, Radfahrer, Straßen, Rollator, Kinderwägen, auf sie zukommende Menschen, unsere Haustür, elektrische Türen, Treppen, Fahrstühle, andere Hunde, Geräusche unterschiedlichster Art… etc.

Sie pullerte in den ersten Wochen nur 1mal am Tag. Dieses Muster verlor sich erst nach ca. 2,5Monaten… Ich studierte ihre Körpersprache, um Anzeichen der Angst frühzeitig zu erkennen. Ich habe sie immer doppelt gesichert, sprich Leine an Halsband und Geschirr befestigt. Grundkommandos konnte ich ihr erst nach 2,5/3 Monate beibringen, da sich auch das etwas schwierig gestaltete. Eine Bindung baute sie ab dem 2. Tag zu mir auf. Sie fixierte mich mit ihrem Blick und suchte meine Nähe. Das ließ mich weiter kämpfen - weiter kämpfen für Nona!

Ehrlich gesagt, dachte ich nach der ersten Woche „Oh man, Juliane, schaffst Du das wirklich?“ Ich hatte kaum Erfahrung mit Hunden und musste mir viel aneignen. In der ersten Zeit habe ich auch viel bei Sarah nachgefragt, wenn ich mir unsicher war. Sie stand mir jeder Zeit mit Rat und Tat zur Seite, sodass ich mit meinen Ängsten und Problemen nie allein da stand.

Von Anfang an wirkte Animal-soul-savior sehr seriös. Sie leisten herzensgute Arbeit mit all den Hundeseelen in Rumänien. Der gesamte Ablauf wirkte sehr organisiert und durchdacht. Ich bin so froh, dass ich diesen Schritt gewagt habe und Nona nun bei mir ist. Bei mir hat sie ein schönes Leben und darf ein glücklicher Hund sein

Sie kann viele Grundkommandos wie ‚Sitz‘, ‚Platz‘, ‚Seite‘, ‚Highfive‘, ‚Gib Pfote‘, ‚Hier‘ und ‚Komm‘. Sie ist sehr gelehrig. Hat gelernt mit Spielzeug zu spielen, was sie zuvor nicht kannte/konnte, sie apportiert ihr Lieblingsseil oder Stöckchen. Sie rennt manchmal so schnell wie eine Bekloppte. Sie kuschelt um ihr Leben gern. Sie schleckt einen von oben bis unten ab, um zu zeigen, wie gern sie einen hat. Sie wackelt mit ihrem Po und ihrem Schwänzchen, wenn sie einen begrüßt oder sich freut.

Sie hat eine richtige Persönlichkeit entwickelt. Es ist so schön mit anzusehen, wie sie Schritt für Schritt über sich hinaus wächst. Nun ist sie gute 9 Monate bei mir und sie ist ein ausgeglichener Hund, der nur ab und an mal Angst vor anderen Hunden oder Menschen hat. Auto fahren müssen wir noch üben, denn da erbricht sie leider. Es ist so schön von ihr jeden Tag begrüßt zu werden, wenn ich von der Arbeit komme. Sie schenkt einem so viel Liebe. Das kann man nicht in Worte fassen! Ich bin einfach nur dankbar und unendlich froh, sie zu haben.

 

Hundeseele des Monats

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